Bedingungsloses Grundeinkommen und Bildung

______________________________________________________________________________________________

 "Die organisierte Kriminalität der besitzenden Klasse ist verrechtlicht worden.

Der Betrug [der Regierenden] am Gemeinwesen ist von solch einer beträchtlichen Höhe, dass jeder Hinweis das uns das Geld fehle, für irgendwelche sozialen Aufgaben, nicht mehr ist als das höhnische Lachen in das Gesicht der Betroffenen."

Prof. R. Mausfeld im Interview mit „KenFM“

 

 

Was das bedingungslose Grundeinkommen (BGE)

  mit Erziehung und Bildung zu tun hat.


Trehtmühle Gestern ...
Trehtmühle Gestern ...

Wenn ich von Bildung spreche so meine ich hier so ungefähr den Zeitraum nach der Zeugung des Menschen, bis vielleicht 14 oder 20 Jahre danach.

 

Wie aus der Hirnforschung ersichtlich wird ist es außerordentlich bedeutsam welche Erfahrungen der junge Mensch in diesem Zeitraum macht.

 

Der Mensch kann in seiner Kindheit und Jugend zu einem braven Mitarbeiter dressiert werden, der im Alltag die an ihn herangetragenen Anweisungen ausführt. Viele Talente werden durch diese derzeitige „Erziehung“ verschüttet; zum Nachteil aller. Viel Freude wird der so Erzogene im Berufsalltag nicht empfinden. Das ist in unserem Wirtschaftsmodel auch gar nicht nötig. Im Gegenteil. Er soll und kann seine Unzufriedenheit durch Konsum kompensieren.

 

... und heute
... und heute

 Arbeite so viel du kannst,

dann kannst du dir kaufen was du willst!

 

Hüte dich vor deinen Nachbarn,

den Neidern die dir Schlechtes wollen!

 

In Zeiten deiner Not gilt:

Erschieße den hässlichen Feind!

 Drehe den Gashahn auf und eliminiere

unwertes Leben!

 Siehe dazu den Vortrag von Prof. Spitzer [6]

 

Wir können aber auch erkennen, dass das Kind sich von alleine gut entwickeln wird, vom ersten Tage seiner Geburt an. Es hat sich ja schon in den vergangenen 9 Monaten wie von selbst gut entwickelt.

Das Kind wird gut gedeihen, wenn wir nicht versuchen es zu dressieren, auszubilden, ausrichten für einen bestimmten Zweck, der seiner Bedürfnislage möglicherweise entgegen läuft.

Der Glaube, Kinder benötigen einen gewissen Drill, eine Ausrichtung zu Disziplin, die wir dem Kind von Erziehern überstülpen müssen, hat aus meiner Sicht im Wesentlichen

 

Zwei Gründe:

 

Erstens:

 

In Zeiten von Hunger, Not oder Krieg kann eine Gesellschaft Kindern nicht die beschützte Umgebung bieten, die ein Kind natürlicherweise benötigt um im eigenen Rhythmus zu lernen.

Das Kind, wenn noch klein, darf möglichst keine Zeit beanspruchen denn die wird für den Überlebenskampf benötigt. Hier werden die  Traumata gesetzt die "nachhaltig" wirken.

Wenn das Kind arbeitstauglich geworden ist, wird es ( DAS Kind, sächlich also eine Sache) für den Arbeitseinsatz eingeteilt.

Wieder kann es nicht von sich selber heraus lernen. Aber es lernt Leben=Einschränkung, es lernt zu gehorchen und gibt die einschränkenden Werte später an seine eigenen Kinder weiter.

Das ist sehr praktisch für einen Obrigkeitsstaat.

 

 

Zweitens:

 

Wächst das Kind in einer Gesellschaft auf deren Werte dem Kind zuwider laufen, so ist es wieder nichts mit interessiertem neugierigem Hinwenden zur Außenwelt.

In unserer gegenwärtigen Gesellschaft, ist nur das Kapital und der Markt „frei“, nicht das Kind oder seine Eltern. Kinder sind zukünftiges „Humankapital“ und müssen dem freien Markt möglichst schnell als eben solches Kapital  zur Verfügung gestellt werden. Die Konkurrenz aus Asien schläft ja nicht. [11]

Wir bemühen uns seit einigen Jahrhunderten unsere Arbeiten rationeller zu gestalten um in weniger Zeit mehr Arbeit zu verrichten.

Zeit für Kinder, zum Müßiggang ist dabei sonderbarerweise nicht heraus gesprungen.

Nein, denn jetzt haben wir zu wenig Geld. Es muss noch mehr in noch größerer Eile gearbeitet werden.

Wir dressieren unsere Kinder schon im Kindergarten für einen bestimmten Zweck.

 

Möglichst viel lernen?

 

Nicht irgend etwas soll das Kind lernen. Nein, nur das was später einmal nützlich sein wird.

Nützlich für was und für wen?

Egal, diese Frage stellt niemand im Alltag.

 

Wir müssen uns auf dem Arbeitsmarkt möglichst gut verkaufen. Und dabei sagt man die Sklaverei sei abgeschafft worden?

Mir schwebt eine neue Gesellschaftsordnung vor in der Menschen nicht von klein an abgerichtet werden und lernen, dein Freund ist nicht nur dein Freund, sondern vor allem dein Konkurrent.

 

Der nächste Mensch, der unmittelbare Nachbar, war in der Geschichte der Menschheit über 10000ten von Jahren kein Konkurrent oder Feind, sondern Mitglied der eigenen Sippe, die alle zusammen halten mußten. Das ist zweckmäßig und natürlich gesund.

 

Der Zusammenhalt der Menschen untereinander ist naturgegeben.

Feindschaft muß man ihm erst beibringen!

Der menschliche Organismus ist kein großer Haufen von einzelnen Zellen die sich gegeneinander wenden, um den anderen im Streit um den besten Platz bei der Fütterung ausstechen.

 

So eine „Ordnung“ würde in den ersten Schwangerschaftstagen als Fehlgeburt ausgestoßen.

 

Ein Mensch kann nur existieren wenn alle Zellen und Organe sinnvoll miteinander kooperieren. Das gilt auf Dauer ebenso für eine Menschliche Gesellschaft.

Ich glaube, dass es möglich ist Kinder vor allem Eines zu ermöglichen:

 

Kinder zu sein! Statt Drill braucht es aufmerksame Beobachtung und Angebote zur rechten Zeit. [8]

 

Statt „Erziehung“ für einen bestimmten Zweck, Zuwendung und Schutz vor akuten Gefahren.

 

Eine akute Gefahr kann dabei auch schon das Seelengift heutiger Fernehprogramme sein.

 

Ohnehin:

Woher wissen wir welche Fähigkeiten die Gesellschaft in 20 Jahren benötigt?

Vielleicht Menschen, die kreativ ungewöhnliche Lösungen aus dem Hut zaubern können?

 Kreativität aber kann nicht unterrichtet werden. Sie ist da wenn man sie lässt!

Dass das BGE keine Träumerei ist beweisen die Finnen. In Finnland wird das BGE inzwischen in kleinem Masstab ausprobiert. [9][10]

Was könnten denn solche zufriedenen Leute alles tun wenn man sie, wie in ihrer Kindheit, immer noch machen lässt was sie wirklich wollen und für richtig erkannt haben?

Nun zuerst könnten sie einige Arbeiten ganz aufgeben oder erheblich reduzieren.

 

Börsenspekulationen, Versicherungen abschließen und anschließend betrügen, Steuererklärungen erstellen und kontrollieren, ständig die neuesten Handymodelle produzieren da sie keiner mehr haben will (Frustkauf!) und vieles mehr muß nicht getan und erarbeitet werden.

 

Durch nachhaltigere Produkte entsteht weniger Müll, weniger Verkehr und insgesamt weniger Umweltbelastungen.

 

Ein großes Heer von Verwaltungsangestellten, Kontrolleuren, Sicherheitsleuten, Gutachtern und  neurotische Wichtigtuern könnte sich plötzlich sinnvollen Tätigkeiten widmen.

 

Menschen können arbeiten wie heute auch aber ohne Zwang und Drangsalierung.


Sie können…

Es ist einfach nicht auszudenken was mit einem bedingungslosen Grundeinkommen, gepaart mit einer fürsorglichen Begleitung, Bildung von Kindern, zu erreichen ist. Der Mensch ist nicht faul. Er will und muss etwas tun, sonst wird im sehr schnell langweilig.

 

Wer aber macht die Drecksarbeit, räumt den Müll weg?

Ja, jetzt merkt man was wirklich wichtige Arbeiten sind. Diese Leute muss man sehr, sehr gut bezahlen und behandeln! [7]

 

Oder man wird es weitgehend von Maschinen erledigen lassen.

 

Es gibt verschiedene Modelle wie das Grundeinkommen finanziert werden kann.

Bei dieser Frage sollte man berücksichtigen, dass bereits heute ein großer Teil des Bruttosozialproduktes über Steuern und Abgaben umverteilt wird.

 

Bereits heute beziffert sich nur ein kleiner Teil unseres Erwerbseinkommens auf unserer eigenen Arbeit. Der größere Teil besteht aus unbezahlter Arbeit anderer Menschen und ist aus Ressourcen entstanden wie aus der Arbeit unserer Vorfahren.[3]

 

Ab dem Jahr 2009 liegt die Sozialleistungsquote in Deutschland bei rund. 30% [4]

Der größte Teil unseres Erwerbseinkommens ist in Wahrheit nicht der persönlichen Leistung einer Person zuzuschreiben, sondern beruht auf unbezahlter Arbeit anderer und auf Grundlagen, die allen gehören.

Eine von Michael Opielka und Wolfgang Strengmann-Kuhn für die Konrad-Adenauer-Stiftung durchgeführte Untersuchung kam zur Feststellung, das Konzept von Althaus sei finanzierbar. [1][2][5]

 

Das BGE ist finanzierbar, bezahlbar. Welches Konzept das bessere ist, wird sich zeigen.

 

Sie glauben das alles nicht?

 

Das sei alles schön und gut, kann aber nicht funktionieren?

 

Das wären ja beinahe paradiesische Zustände aber:

 

Der Mensch ist nicht sozial. Er ist egoistisch.

 

Er möchte es gern ein wenig besser, bequemer haben als sein Nachbar.

 

Er ist gelegentlich trickreich und boshaft.

 

Er ist eben auch neidisch und gelegentlich brutal.

 

Wenn das hier beschriebene funktionieren würde hätte man es gewiss schon längst umgesetzt.

 

Man kann sich eine schöne Welt im Kopf ausdenken,

 

aber die Realität sieht eben ganz anders aus.

 

Die Sonne dreht sich nun mal um die Erde.

 

Kapier das endlich du Phantast.

 

 

Wer kritische Beiträge,  Anregungen und Kritik zur Seite generell  anfügen möchte, tue das  bitte hier

______________________________________________________________________________________________

 

 Vär rächtschriebfeeler fnited darw sei beahlten